Kerstin Täubner-Benicke – Listenplatz für Bundestagswahl

Unsere Bundestagskandidatin Kerstin Täubner-Benicke hat bei der Augsburger Aufstellungsversammlung für die bayerische Landesliste Platz 31 erreicht. Danke für dein Engagement und Gratulation, Kerstin! 

Kerstins Rede findet sich unter folgendem link: die Rede zum Herunterladen

… und hier:

Kersins Rede auf der Aufstellungsversammlung

Kerstin Täubner-Benicke

Kerstin Täubner-Benicke

Ökologie

Es könnte so einfach sein: Bei uns bekennen sich alle Parteien zu Energiewende und Ökologie.Es gibt Energiewendevereine, und -genossenschaften, es gibt den Bund Naturschutz mit sehr vielen Mitgliedern, Unser Land, und solidarische Landwirtschaft. Viele kaufen Bio-Lebensmittel.

Aber wenn es darauf ankommt, will doch jede Gemeinde ihr eigenes Gewerbegebiet und die Umgehungsstraße. Und auf Landes- und Bundesebene werden die Weichen immer wieder falsch gestellt: das verwässerte Klimaabkommen, der unsinnige Bundesverkehrswegeplan, die Skischaukel in der Alpenschutzzone, die Lockerung des Anbindegebots… Auch bei uns fransen die Orte aus, verlieren ihre Mitte, ihr Gesicht. Um unsere Heimat zu bewahren, brauchen wir starke Grüne – auf allen Ebenen.

Woran es bei uns hakt, das sind bezahlbare Wohnungen in Arbeitsnähe. Viele Menschen sind gezwungen zu pendeln. Sie sind genervt von langen Arbeitswegen in zu vollen Zügen, von zu schlechten Verbindungen, von zu vollen Straßen.

Es braucht uns Grüne um den Landschafts-Betonierern Einhalt zu gebieten. Um intelligent und vernetzt Arbeit und Wohnen und passende Mobilität anzubieten.
Es braucht also keine neuen Straßen. Es braucht viel mehr grüne Ideen und Köpfe im Bundestag.

Gerechtigkeit

Wir haben bei uns im Speckgürtel von München monströsen Reichtum auf der einen Seite, aber auch bei uns gibt es die andere unsichtbare Seite. Es gibt viel zu viele, die gezwungen sind, wegzuziehen! oder die sich mit mehreren Jobs über Wasser halten müssen! oder deren Kinder nicht mitfahren können auf Klassenfahrten. Für die es nicht möglich ist 10 Prozent mehr auszugeben für Bio-Lebensmittel. Armut beschämt. Armut tut weh. Armut macht krank. Und Armut vererbt sich weiter. Kinder aus Familien mit kleinem Geldbeutel bekommen eine schlechtere Bildung. Alleinerziehende, meist Frauen, und Migrant Innen tragen das höchste Armutsrisiko. Das schreit zum Himmel! Deswegen will ich mich bei uns vor Ort und in Berlin neben unserem Kernthema Ökologie für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen.

Wir brauchen einen Aufbruch in eine andere Gesellschaft. Alle sollen teilhaben, egal wo man geboren ist (ob in Aleppo oder München), wo man lebt (ob in Hof oder Starnberg), egal ob man Abdul heißt oder Anton, ob man weiblich, männlich, cis oder trans ist, ob man speziellen Förderbedarf hat oder nicht. Lasst uns prüfen, ob wir in Richtung Bedingungsloses Grundeinkommen gehen können, auch wegen der zunehmenden Digitalisierung der Arbeitswelt. In 2 Lebensabschnitten machen wir uns schon auf den Weg: Kindergrundsicherung und Garantierente.

Dazugehören ist ein Menschenrecht. Das Gegeneinander-Ausspielen und Abwerten von Menschen verschiedener Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Religion ist ein Angriff auf unser Grundgesetz.

Ich will eine Gesellschaft, die alle einschließt. Ich will Gerechtigkeit für alle. Das geht nur, wenn wir die Umverteilung von unten nach oben stoppen. Hier und weltweit. Denn die ökologische Frage ist eng verknüpft mit der sozialen Frage. Unser altes Motto global denken und lokal handeln bringt das auf den Punkt.

Unsere Art zu wirtschaften, zu konsumieren, zu handeln, ist verantwortlich für die Klimakatastrophe, für das Ausbluten ganzer Kontinente, für das weltweite Artensterben, auch für die gewalttätigen Konflikte weltweit. Da müssen wir endlich Verantwortung übernehmen.

Frieden

Das bringt mich zu meinem letzten Thema: Frieden.
Auch wenn es Gauck gesagt hat: Verantwortung übernehmen heißt für Deutschland meiner Meinung nach nicht: mehr militärische Präsenz zu zeigen. Verantwortung übernehmen heißt gerade nicht mehr Militär, sondern mehr Engagement in der Krisenprävention, in zivile Friedensmissionen, mehr Personal für den Aufbau, wir müssen die 0,7 % Mittel für Entwicklungszusammenarbeit endlich bereitstellen, wir brauchen stärkere Vereinte Nationen. Das heißt für mich mehr Verantwortung zeigen.

Auch die Erhöhung des Bundeswehretats und der Rüstungsexporte lehne ich strikt ab. Die neue strategische Ausrichtung der Bundeswehr im Inneren wie auch im Äußeren ist ein Irrweg. Ganz grundsätzlich: Mit Waffen wird kein Frieden geschaffen. Wer echten Frieden will, muss sie aus der Hand legen, und sich an den Verhandlungstisch setzen.

Wir müssen Frieden schließen innerhalb und zwischen den Staaten. Genauso müssen wir Frieden zwischen den Menschen schließen, in dem wir Gerechtigkeit – Generationengerechtigkeit – Geschlechtergerechtigkeit – Bildungsgerechtigkeit – Steuergerechtigkeit – für alle schaffen. Und wir brauchen Frieden mit der uns umgebenden Natur, durch einen nachhaltigen Umgang und durch artgerechte Tierhaltung.

Das ist der Dreiklang, der mich bewegt: Bewahrung der Schöpfung – Soziale Gerechtigkeit – Frieden. Dies sind die urgrünen Werte, die uns an der Seite mit den Bürgerinitiativen, mit Vereinen und Verbänden, mit den Kirchen kämpfen lässt.

Für die Energiewende, für die Agrarwende, für die Verkehrswende,
für Wildbienen, Wölfe und den Enzian,
für Mitgefühl, für Solidarität,
für Geflüchtete, für Menschen mit Behinderung,
für Akzeptanz, für Respekt,
für Schwule, für Lesben und Transgender,
für Kinder, für Mütter und Väter und Alleinerziehende,
für Menschen mit kleiner Rente, für Menschen ohne Arbeit und Wohnung,
für Religionsfreiheit, für die offene Gesellschaft,
für Demokratie, für Rechtsstaatlichkeit,
für Europa,
für die Eine Welt, für fairen Handel weltweit,
für eine atomwaffenfreie Welt, für Rüstungsstopp,
für Gewaltfreiheit und einen gerechten Frieden.

Und wenn es gar nicht anders geht, trauen wir uns auch, Dinge zu verbieten.

Dafür stehe ich ein. Und woraus sich meine Überzeugungen speisen, das wisst ihr: Grüne Politik aus christlicher Verantwortung, das bekommt ihr mit mir.

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