Politischer Aschermittwoch in Wörthsee mit Christian Meyer

Politischer Aschermittwoch in Wörthsee mit Grünen-Landwirtschaftsminister a.D. aus Niedersachsen Christian Meyer

Gut besucht war die Veranstaltung der Wörthseer Grünen zum politischen Aschermittwoch. Als Gastredner war der Grünen-Landwirtschaftsminister a.D. aus Niedersachsen Christian Meyer geladen. In einer faktenreichen und humorvollen Rede stellte Meyer dar, welche Vorteile grüne Landwirtschaftspolitik für alle Beteiligten (Bäuerinnen und Bauern, VerbraucherInnen, Tiere, Umwelt…) bietet.

Hier ein paar Aspekte:
Laut Meyer sind die LandwirtInnen oft innovativer als die Politik.
Die Grünen tun etwas für die Bäuerinnen und Bauern, da sie sich – im Gegensatz zur CDU/CSU – für eine Extraförderung der kleinen und mittleren Betriebe einsetzen. Mit einer finanziellen Unterstützung, die sich rein an der Fläche orientiert, würden nur die Großbetriebe gut weg kommen und das Höfesterben noch weiter voran getrieben.

In Bayern sind nur 14% der Kühe auf der Weide. Vielleicht würden mehr Kuhfladen im Freien auch ein bisschen gegen das Insektensterben wirken (Rückgang um 70-80%)…?
In Niedersachsen hat Meyer eine „Ringelschwanz-Prämie“ eingeführt. Unangemeldete Kontrolleure kamen auf die Höfe, um die intakten, nicht verbissenen Schweineschwänze zu zählen. Pro heilem Schwanz bekam der Betrieb 16,50 Euro. Dadurch haben sich die LandwirtInnen noch aktiver um gute Beschäftigungsmöglichkeiten für die Tiere gekümmert. 93% der Ringelschwänze sind gesund geblieben.

In den nächsten Wochen soll in der EU über die Zulassungsverlängerung der Neonicotinoide entschieden werden. Ob der kommissarische Landwirtschaftsminister Schmidt gerade nach seiner Glyphosatentscheidung da der richtige ist…?

In Niedersachsen waren nach Meyers Amtszeit 41% der Menschen der Meinung, dass die Grünen die beste Landwirtschaftspolitik machen.

Meyer hatte auch ein ganz besonderes Gastgeschenk dabei: Honig aus dem Ministeriumsgarten in Hannover! Er beschenkte damit ein Neumitglied, das gerade den Mitgliedsantrag unterschrieben hatte.

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel