Zusammenfassung Gemeinderatssitzung vom 21.7.2026

Foto Rathaus Gilching: M. Pilgram

Themen: Glatze, Bauturbo, Feuerwehrhaus

Bürger*innenfragestunde

In der Bürger*innenfragestunde ging es u.a. über die Buchübergabe von Frau Taubenhuber an Stefan Siegl, Heckenschneiden zur Brutzeit, geschützte Arten auf unbebauten Grundstücken, Mähen in Trockenperioden, eine Katzenschutzverordnung, eine 30iger Zone in Geisenbrunn und die am 13.7.2026 verabschiedete Lösung zum Fahrradverkehr auf der Römerstraße.

Bericht der Referent*innen und Verbandsrät*innen

Eduard Segerer berichtet über die Festa Italiana, die vom 10.7. bis 12.7.2026 stattgefunden hat. Die italienische Delegation fühlte sich während ihres Aufenthalts sehr wohl und bekundete den Wunsch, die Städtepartnerschaft weiter zu festigen sowie neue Kontakte zu knüpfen. Ein besonderer Dank gilt den Verantwortlichen in der Verwaltung für die hervorragende Organisation und Durchführung der Veranstaltung.

Eduard Segerer berichtet über die Sportlerehrung, die im Rahmen der Festa Italiana durchgeführt wurde. Dabei wurden Mannschaften, Sportlerinnen und Sportler sowie mehrere Personen im Ehrenamt für ihre Verdienste um den Sport geehrt. Ein Dank gilt der Verwaltung für die Organisation.

Dr. Lisa Bock informiert über die Ausstellung „Wir alle sind Zeug*innen – Menschen im Klimawandel“ im Rathaus vom 3. – 28.8.2026. Die Ausstellung ist während der regulären Öffnungszeiten für alle Interessierten frei zugänglich.

Selina Rieger berichtet über den Jugendtreff und informiert, dass die Möglichkeit zur Nutzung eines zweiten Raumes inzwischen umgesetzt wurde. Die offizielle Eröffnung ist derzeit in Planung.

Lotta Ebert berichtet über ihre Arbeit als Sozialreferentin. Unter anderem informiert sie über das Zusammentreffen mit dem Helferkreis Asyl, über ihre Teilnahme an der Pflegekonferenz in Starnberg sowie über die „Bunte Tafel“, eine gemeinsame Veranstaltung der AWO und des KultCafés am 02.08.2026.

Sachstandsbericht Gilchinger Glatze

Frau Breitenbach vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München rief die Planung der Glatze von 2005 bis heute wieder in Erinnerung. Über Ideenwettbewerb, Bürgerdialog, verschiedenen Gutachten schleppte sich die Planung bis 2021, als der Planungsverband einbezogen wurde, nachdem der Architekt Rommel kein Interesse mehr an der Umsetzung seiner Pläne bekundet hatte. Ende 2025 konnte dann auch mit allen Grundeigentümer*innen eine Vereinbarung geschlossen werden, dass man gemeinsam bebauen wollte. Ein Workshop Städtebau und Wohnen wurde durchgeführt, der zweite Workshop zum Mobilitätskonzept endete damit, dass sich bestimmte Fraktionen aus ihrer Sicht nicht umfänglich genug einbringen konnten und dann im Nachgang oder auch schon im Vorgriff auf die anstehende Kommunalwahl ihre bekannten Anträge zu Stellplätzen und Bahnparallele stellten. (Infos dazu hier ).

Wir fragten nach den Entwicklungen seit dieser Antragstellung, die uns bis zur Sitzung nicht vorlagen, dann aber nachgeliefert wurden. Hier waren wir gespannt auf die Auslegung der Begriffe „mobilitätsausgewogen“ und „verkehrsintegrierende“. Das Ergebnis war eher ernüchternd weil es dahingehend ausgeführt wurde, dass einfach alle anderen Forderungen des Antrags berücksichtigt werden sollten.

Ende Oktober 2026 soll es nun zu einem weiteren Workshop mit dem Gemeinderat kommen.

„Bauturbo“; Leitlinien für die Gemeinde Gilching

Nach der Bauausschusssitzung vom 22.6.2026 hatte Herr Dr. Busse, Geschäftsführer der Bayerischen Akademie für Verwaltungsmanagement, ehemaliger Geschäftsführer des Bayerischen Gemeindetags und Rechtsanwalt uns über Inhalt und Möglichkeiten eines Bauturbos informiert. Im Kern geht es um eine schnellere Schaffung von Wohnraum unter Kontrolle der Gemeinde. Schon da lagen sogenannte Leitlinien der Gemeinde vor, die er dringend anmahnte, und die dann auch zur Kommentierung an die Gemeinderäte weiter gegeben wurden.

Bei den Grünen formulierte Melanie Kude die Anmerkungen, die an vielen Stellen eine konkrete Ausgestaltung der Vorlage vornahmen. Leider konnte sich die Veraltung damit nicht anfreunden und erteilte praktisch allen Vorschlägen eine Absage. Bei der „Gemeinwohlorientierung“, die aus unserer Sicht klare Vorgaben an soziale Komponenten beinhalten sollte, kam es auf Antrag der SPD noch zu einer Abstimmung, bei der dann mit 14:10 gegen eine Konkretisierung entschieden wurde. Hier stimmten SPD-Plus, Grüne und der Bürgermeister für eine detailliertere Ausformulierung. Auf dem Hintergrund dieser Abstimmung votierten wir beim Entschließungspunkt 2. gegen die Vorlage der Verwaltung (alle anderen stimmten auch diesem Punkt zu). Entschließungspunkte 1/3/4 wurden ohne Gegenstimme angenommen.
Wir werden nun im Einzelfall sehen wie der Punkt „Gemeinwohlorientierung“ bei Anträgen zum Bauturbo aufgenommen wird. Im konkreten Fall muss dann entsprechend nachgefordert werden.

Feuerwehrhaus 

Dieses Mal ging es um das Einzelgewerk Landschaftsbauarbeiten. Auch hier wurde wieder bemängelt, dass zu viele Einzelmaßnahmen unter einer Überschrift ausgeschrieben waren. Das hat natürlich zur Folge, dass Aufträge, die der Auftragnehmer nicht selbst bearbeiten kann, weiter kontraktiert werden müssen. Die Höhe des Auftrags selber hatten wir im Gemeinderat schon vor einem Jahr nach oben korrigiert. Damals war aber die Gesamtsumme der Aufträge für das Feuerwehrhaus noch unter dem vereinbarten Budgetrahmen, was nun leider nicht mehr der Fall ist, wie sich schon in der letzten Gemeinderatssitzung gezeigt hatte.

Nun ja, die Ausschreibung war draußen, es gab einen Anbieter und der muss nun beauftragt werden. Das Angebot selbst blieb noch unter dem vor einem Jahr angegebenen Kostenrahmen. Jetzt wurden kleinere Bäume – die wachsen ja auch noch… – und ähnliche Einsparungen gefordert. Sicherlich kann man mit dem Gewinner der Ausschreibung reden, aber ob er sich darauf einlässt steht auf einem anderen Blatt. Von daher erstaunen die Gegenstimmen bei der Bewilligung (1 AfD, 2 FW, 3 CSU). Zugesagt wurde zum einen eine Kostenaufstellung, Stand heute, vorzulegen und den Gemeinderat auch bei den Leistungsverzeichnissen mitreden zu lassen.

Stromliefervertrag

Die Gemeinde kündigt ihren aktuellen Stromliefervertrag, da die Strompreise nachgegeben haben und man sich bei einer erneuten Ausschreibung günstigere Preise erwartet.

Friedhof

Beim Bestattervertrag für die Friedhöfe zielt die Gemeinde die Option auf eine einjährige Verlängerung des Vertrages, da sie davon ausgeht, dass jede Neuausschreibung die Preise nur erhöhen würde. In Gilching muss man wohl davon ausgehen, dass auch bei Neuausschreibungen keine echt konkurrierenden Angebote eingehen, da sich die Bestatterfirmen ihre Reviere aufgeteilt haben und wir praktisch von Monopolen reden müssen.

Verschiedenes

Stefan Siegl teilt mit, dass die Stelle der Sozialberatung seit dem 1.6.2026 durch Frau Rommel besetzt ist und informiert über die neuen Öffnungszeiten: montags von 9:30 bis 11:30 Uhr, nach den Ferien donnerstags von 15:00 bis 17:00 Uhr.

Stefan Siegl weist darauf hin, dass das Thema „Neuordnung des Radverkehrs auf der Römerstraße“ in der Gemeinderatssitzung am 22.9.2026 erneut zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Stefan Siegl berichtet über die neu aufgestellte Bedarfsampel an der Römerstraße 56. Diese ist nun sowohl für den Autoverkehr als auch für Fußgänger gut erkennbar.

Marco Basciano bemängelt, dass in der Brucker Straße Richtung Alling bis zum Ortsausgang keine sichere Möglichkeit besteht, die Straße zu überqueren und bittet um Prüfung der Einrichtung eines Fußgängerüberwegs. 

Stefan Siegl bittet diesbezüglich um Einreichung eines Antrags für die nächste UEVA Sitzung.

Marco Basciano moniert die seltene Leerung der Glascontainer in der Brucker Straße, wodurch vermehrt Glasscherben auf dem Boden liegen. 

Stefan Siegl erwidert, dass dieses Thema bereits an die AWISTA gemeldet wurde. Häufig sei jedoch die zugeparkte Zufahrt zu den Glascontainern das Problem.

Sophie Hüttemann erkundigt sich nach der Möglichkeit, anlässlich des 10-jährigen Jubiläums einen Tag der offenen Tür im Rathaus zu veranstalten. Zudem fragt sie an, ob das Rathaus auch an den Marktsonntagen für die Bürgerinnen und Bürger geöffnet werden könnte.

Stefan Siegl sichert zu, die Anliegen zu überprüfen

Martin Pilgram erkundigt sich nach dem Stand der Ausschreibung zum Carsharing. 
Die Geschäftsleitung teilt mit, dass die Vorbereitung zur Ausschreibung derzeit läuft.

Martin Pilgram erkundigt sich nach den Hinweisschildern für die kritischen Straßennamen. 

Die Geschäftsleitung teilt mit, dass die Archivarin diese bereits herausgefiltert hat und diese dem Gemeinderat zugeleitet werden. 

Melanie Kude erkundigt sich, wann die markierten Schäden an der Römerstraße/Brucker Straße behoben werden. Der zuständige Sachbearbeiter teilt mit, dass die entsprechenden Maßnahmen für Ende September vorgesehen sind.

Protokoll: Martin Pilgram, Gilching 30.7.2026

Niederschrift unter: https://ris.komuna.net/gilching/app/sitzungen/34970100

Podcast zur Sitzung: 
https://podcasts.apple.com/de/podcast/nachklang/id1896822118
https://www.youtube.com/watch?v=Sj5ih4POZ64&list=PLd9GtV9494QYVBZ_EtF2pyn2zDgRGyfCf https://open.spotify.com/show/0eoq6AUMT7zXwasBpbXU5L
https://app.podigee.com/podcasts/89463

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