Gemeinderat beschließt Antrag der Grünen mit großer Mehrheit: Die Verwaltung erarbeitet ein Hitzeschutzkonzept, bestehende Maßnahmen erhalten einen offiziellen Rahmen.
Anlässlich der Gemeinderatssitzung am 20. Oktober 2026 hat das Gremium den Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Gilching zur Erstellung eines Hitzeschutzkonzepts und eines lokalen Hitzeaktionsplans mit 20 zu 4 Stimmen angenommen.
Dr. Lisa Bock, Klimawissenschaftlerin und Fraktionsmitglied von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeinderat Gilching, erklärt: „Hitze ist die gefährlichste Folge des Klimawandels bei uns vor Ort. Im Landkreis Starnberg haben wir bereits im Mittel etwa neun Hitzetage pro Jahr mehr als noch vor 50 Jahren, und diese Zahl wird weiter steigen. Die Gemeinde muss sich vorbereiten, um Gesundheit und Lebensqualität der Gilchinger Bürger*innen bestmöglich zu schützen. Es braucht einen offiziellen und transparenten Rahmen für kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen – von Hitzewarnsystemen über den Schutz von Risikogruppen bis hin zu einer Karte der kühlen Orte oder konkreten Baumaßnahmen wie Entsiegelungen. Die Gemeinde darf hier nicht zögern, denn die Verantwortung für den Hitzeschutz weist der Freistaat allein den Kommunen zu.“
Im Verlauf der Debatte wurde klargestellt, dass für die Aufstellung des Konzepts kein externer Planer nötig ist, was eine schnelle und kostengünstige Umsetzung ermöglicht. Seitens des Bürgermeisters wurde zudem angemerkt, dass die im Antrag vorgeschlagenen Trinkbrunnen kritisch zu hinterfragen seien. Dies wird dann im Rahmen der Erarbeitung geprüft.
Mit der Annahme des Antrags setzt der Gemeinderat einen wichtigen Schritt, um Gilching besser auf die zunehmende Dauer und Intensität von Hitzeperioden vorzubereiten und bestehende Maßnahmen in der Gemeinde in einen offiziellen Rahmen zu überführen.
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