Ökostrom – auch in der Gemeinde Gilching?

– angenommen –

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Landkreis Starnberg hat sich auf Initiative von Bündnis 90 / Die Grünen zu einer Energiewende verpflichtet. Es ist das erklärte Ziel, „unsere Region bis zum Jahr 2035 vollständig mit erneuerbaren Energien zu versorgen“ (Kreistagsbeschluß vom 12.12.2005). Daher stelle ich im Namen der Fraktion folgenden

Antrag:

  • Die Verwaltung wird beauftragt, mit der zuständigen Stelle Kontakt aufzunehmen, mit dem Ziel, den Strombezug der gesamten gemeindlichen Einrichtungen baldmöglichst auf Strom aus erneuerbaren Energien (Ökostrom) umzustellen.
  • Das heißt, neue Stromlieferungsverträge nur noch mit Energieversorgungsunternehmen abzuschließen, die eine Lieferung von Ökostrom vertraglich zusichern.
  • Bestehende Stromlieferungsverträge, bei denen Strom aus Kohle- oder Atomkraftwerken geliefert wird, sollen zum nächstmöglichen Termin gekündigt werden.
  • Es sollen Berechnungen für Ökostromanteile von 50% und 100% vorgelegt werden.

Begründung:

Ein Umstieg auf Ökostrom führt zu unwesentlich höheren Preisen.

Fossile Energie ist endlich – und wird auch immer teurer. Das sind nur zwei von vielen Gründen, warum der Ausbau der erneuerbaren Energie gefördert werden muß. Das im Jahr 2000 in Kraft getretene Erneuerbare-Energie-Gesetz ist ein wichtiger Schritt von der fossilatomaren Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien.

Bei der Umsetzung dieses Gesetzes haben die Kommunen eine Vorbildfunktion in Bezug auf ihre Stromversorgung und damit große Bedeutung in der Klimaschutzpolitik. Strom aus fossilen Energieträgern verursacht hohe C02-Emissionen. Durch eine Verminderung des Stromverbrauches und den Umstieg auf Ökostrom können die C02-Emissionen unmittelbar und deutlich verringert werden. Es gehört daher zu den klimaschutzpolitisch wirkungsvollsten Maßnahmen.

Dass Behörden und Kommunen problemlos zu Ökostrom wechseln können, beweisen das Bundesumweltministerium und die angeschlossenen Behörden seines Geschäftsbereiches, die seit Jahren Ökostrom beziehen und damit fast 5.300 Tonnen Kohlendioxid jährlich einsparen.

Ein Umstieg auf Ökostrom setzt einen deutlichen Impuls für den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung und dadurch können in dieser Branche jährlich Tausende neuer und vielfältiger Arbeitsplätze geschaffen werden.

Außerdem ist es ein großer Schritt in Richtung auf die Zielsetzung der Landesregierung, den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis 2010 mindestens zu verdoppeln.

Mit freundlichen Grüßen

Kevin Akpomuje

Antrag Ökostrom Gilching

Kommentar verfassen

Artikel kommentieren


* Pflichtfeld

Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Verwandte Artikel