Geothermie-Studie unter Verschluss

Süddeutsche Zeitung vom 11.11.2008

Grüne wollen Informationen öffentlich zugänglich machen

Eine Machbarkeits­studie zur Wärmeversorgung durch Geothermie in Gilching wird weiterhin vor der Öffentlich­keit unter Verschluss gehalten. Dies könne die Grünen-Fraktion nicht akzeptieren, betont deren Sprecher Peter Unger in einem of­fenen Brief an Bürgermeister Man­fred Walter (SPD). Es sei zwar klar, dass strategische Überlegun­gen für die Projektplanung „nicht in die Öffentlichkeit gehören“, schreibt Unger.

Doch größtenteils enthalte die­ses Gutachten allgemeine Anga­ben und Daten zur Geothermie, die auf die Verhältnisse in Gil­ching übertragen werden. Diese In­formationen seien geeignet, die Akzeptanz für das Erdwärme zu fördern und „dürfen nicht der bis­her praktizierten Geheimhaltung unterliegen“, kritisiert Unger.

Der Grünen-Gemeinderat for­dert außerdem, entweder die gesamte Studie oder wenigstens einige Kapitel aus der Untersuchung dem Agenda-21-Arbeitskreis Energie vorzulegen. Ansonsten sei ein sachgerechtes Arbeiten dieser Gruppe kaum möglich, glaubt Unger. Seiner Ansicht nach könnten Themen wie „Wirtschaftlichkeit der Geothermie“ und „Kohlendioxid-Einsparungen“ öffentlich gemacht werden.

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