Veranstaltung „Fluchtursachen bekämpfen“

Grüne Prominenz in Gilching

Gut fünfzig Interessierte kamen am Dienstag zusammen, um sich mit den Darstellungen zum Thema „Fluchtursachen“ des Grünen Bundestagsabgeordneten Uwe Kekeritz auseinander zu setzen.

Kekeritz rief ins Gedächtnis, dass 85% aller Flüchtlinge Zuflucht in den Krisenstaaten selbst sowie in den angrenzenden Nachbarländern fänden. Dort lebten sie unter oft elenden Bedingungen. Nur ein sehr kleiner Teil von ihnen schaffe den Weg nach Europa und nach Deutschland. Anja Kiemle, Sprecherin der Gilchinger Grünen, betonte Artikel 1 des Grundgesetzes gelte auch für alle Menschen, die weltweit auf der Flucht sind – „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.
Kekeritz machte verschiedene globale Strukturen für den zunehmenden Fluchtdruck verantwortlich. So würden Menschen auf Grund von Korruption und Diktatur in den Herkunftsländern, durch die wachsende Ungleichverteilung des Wohlstandes, durch problematische Agrar- und Finanzmarktstrukturen, ungerechte Welthandelsbedingungen, aber auch durch den Klimawandel gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Er berichtete, dass beispielsweise in Syrien seit 2005 die Winterregen ausfielen. Eine weitere Fluchtursache sei der weltweite Waffenhandel. Laut Kekeritz kämpfe in Syrien jede einzelne der verfeindeten Parteien unter anderem auch mit Waffen aus deutscher Produktion.

Kekeritz setzte sich für eine Vorreiterrolle Deutschlands und eine auf Fairness ausgerichtete Politik ein. Kerstin Täubner-Benicke, Kreisvorsitzende der Grünen im Landkreis Starnberg appellierte an alle Verantwortlichen, nicht Grenzen, sondern Menschen zu schützen. Eike Hallitzky, Vorsitzender der bayerischen Grünen, glaubt an ein gutes Miteinander von Flüchtlingen und Einheimischen: „Jeder persönliche Kontakt senkt die Angst vor der Fremdheit.“

Uwe Kekeritz Eike Hallitzky Anja Kiemle

 

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